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4. June 2009
Frontal 21: „Gefahr aus dem Gashahn.“

Am 19. Mai sendete das ZDF im Magazin Frontal 21 einen Beitrag über das Odoriermittel Gasodor® S-Free. Aufgrund von fehlenden Informationen konnte der Eindruck entstehen, das Odoriermittel sei als Warngeruch im Erdgas nicht sicher.

Zu den Vorwürfen: Im Beitrag wurden zwei Gründe genannt, die die Tauglichkeit von Gasodor® S-Free als Warngeruch in Frage stellten; der Alarmgeruch rieche wie ein Alltagsgeruch und er wirke allergieauslösend. In der Recherche befragte Frontal 21 verschiedene Experten, allerdings wurden nicht alle Aussagen gesendet.


So befragte Frontal 21 die Forschungsstelle des Deutschen Verein des Gas- und Wasserfachs e.V. (DVGW ) am Engler-Bunte-Institut der Universität Karlsruhe (TH) zu den Vorwürfen. Der DVGW hatte im Jahr 2001 Gasodor® S-Free als erstes schwefelfreies Odoriermittel für den Markt freigegeben. Die Antworten der Experten (Prof. Dr.-Ing. Rainer Reimert und Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Frank Graf) wurden im Beitrag nicht erwähnt – noch nicht einmal die Tatsache, dass es eine Zertifizierungsstelle für Odoriermittel gibt, und diese nach strengen Richtlinien und wissenschaftlichen Verfahren jedes Mittel auf Tauglichkeit überprüft, bevor es zugelassen wird. Darüber hinaus arbeitet der DVGW unabhängig und profitiert nicht finanziell vom Einsatz des Odoriermittels Gasodor® S-Free.

Da die Stellungnahmen der Experten des DVGW im Beitrag gänzlich fehlten, können wichtige Informationen hier nachgelesen werden – und zur eigenen Meinungsbildung beitragen.

Die Fragen von Frontal 21 beantwortet der DVGW wie folgt:

Frontal 21: „Kritiker sagen:  Dieser Alarmgeruch ist ungeeignet, weil es sich um einen Alltagsgeruch handele, der Geruch signalisiere auf keinen Fall Alarm.“

DVGW: „In zahlreichen Untersuchungen wurden die Geruchscharakteristik und die Geruchsschwelle und -intensität nach geltenden Normen (DIN EN 13725, VDI 3882-1) bestimmt. Die Ergebnisse zeigen, dass Gasodor® S-Free eindeutig als Warngeruch empfunden wird. Statistische Auswertungen der Störmeldungen nach der Umstellung von Versorgungsgebieten bestätigen dies. Insbesondere wurde Gasodor® S-Free in der Entwicklungszeit mit „Alltagsgerüchen“ verglichen, wobei es stets unterschieden wurde. Bekannt geworden ist einzig einmal die erschwerte Wahrnehmbarkeit des Gasgeruchs nach der Umstellung auf Gasodor® S-Free im Falle eines Zahnlabors, in dem verschiedene organische Lösungsmittel zum Einsatz kommen, eines davon auf Acrylbasis. Dies ist aber schwerlich als ein „Alltagsgeruch“ zu werten.
Eine vergleichbare Verwechslungsgefahr besteht beispielsweise bei dem
schwefelhaltigen Odorstoff THT, der schon aus der Stadtgaszeit bekannt ist und an Knoblauch basierte Küchengerüche erinnert. So musste in der jüngsten Vergangenheit der Flughafen Köln-Bonn, verursacht durch einen „Gasalarm“, gesperrt werden. Geruchsquelle war in diesem Fall ein Stück Fleisch in einer Knoblauchmarinade.“

Frontal 21: „Kritiker sagen, der Stoff „Gasodor® S-Free“ sei allergieauslösend.“

DVGW: „Gasodor® S-Free besteht hauptsächlich aus Acrylaten, die in der chemischen Industrie in zahlreichen Prozessen verarbeitet werden. Vom Hersteller, der Firma Symrise wurde eine Studie zur allergenen Wirkung in Auftrag gegeben, die keinen Hinweis darauf gegeben hat, dass bei inhalativer Einwirkung eine allergene Gefährdung besteht. In diesem Zusammenhang muss auch bedacht werden, dass selbst bei Erreichen der Warngeruchsstufe die Konzentration des Stoffes in der Luft noch sehr gering ist. Als einfaches Berechnungsbeispiel kann angenommen werden, dass bei alten Gasherden während des Zündvorgangs maximal 0,5 l Erdgas austritt, das sich schnell mit der Umgebungsluft vermischt. Bei einem Odoriermittelgehalt von 7 ppm (parts per million) im Erdgas ist der Bediener einer mittleren Odoriermittelkonzentration von 0,0035 ppm ausgesetzt. Zum Vergleich beträgt der Arbeitsplatzgrenzwert nach TRGS 900 für die verwendeten Acrylate bei 5 ppm in Luft. Mit dem reinen Odorierstoff kommt der Verbraucher nie in Berührung.“

Hintergrund: Umweltfreundlicher Warngeruch im Erdgas

Ihr Ansprechpartner:

Wenn Sie noch Fragen zu Gasodor® S-Free haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail. Wir werden diese so schnell wie möglich beantworten.

Sie erreichen uns unter: Joerg.Mueller@symrise.com


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